Die Geschichte unserer neuen Bag-in-Box
Sophia steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Malerin – mit ihrem kreativen Gewinnerdesign hat sie bereits viele begeistert. Ihr Gewinnerdesign ist im Rahmen des von der Model AG gesponserten Thurgauer Maler Lehrlingswettbewerbs entstanden. Die diesjährige Aufgabenstellung bestand darin, eine kreative Bag-in-Box-Verpackung für Apfelsaft oder Süssmost zu entwickeln.
Die Bag-in-Box ist ab sofort bestellbar und verbindet praktischen Nutzen mit einem einzigartigen, regional inspirierten Erscheinungsbild.
„Dass jeder etwas anderes darin sehen kann“, sagt Sophia. Genau das faszinierte sie an Gestaltung schon immer. Man könne etwas erschaffen, das andere anschauen und ganz unterschiedlich interpretieren. Jeder bringe eigene Gedanken und Gefühle mit – und genau dieser persönliche Interpretationsspielraum mache Design für sie spannend.
„Jeder schaut etwas anders an und denkt sich etwas Eigenes dabei – genau das finde ich cool.“
Besonders wichtig war Sophia dabei, dass das Design echt wirkt und Menschen emotional anspricht.
Das Thema Holz sei eigentlich von Anfang an in ihrem Kopf gewesen. Zuerst hatte Sophia allerdings noch eine andere Idee und arbeitete bereits an einem ersten Prototypen. Als sie diesen ihrem Chef zeigte, bekam sie ehrliches Feedback: Die Umsetzung wäre wohl zu kompliziert und würde zu viel Zeit brauchen. Gemeinsam entwickelten sie daraufhin die Idee mit der Apfelkiste weiter. Besonders stolz ist Sophia auf den grünen Apfel, der später zum echten Blickfang wurde. „Das war für mich der perfekte Eye-Catcher“, sagt sie lachend.
„Bestimmt über 50 Stunden“, meint Sophia. Vor allem der erste Apfel habe sie überrascht: Fast eineinhalb Stunden arbeitete sie daran. Mit der Zeit wurde sie aber immer schneller und sicherer. „Von Apfel zu Apfel ging es einfacher“, erzählt sie. Am Schluss brauchte sie nur noch etwa 15 bis 20 Minuten pro Stück.
Meistens hört sie beim Malen Musik. Grundsätzlich beschreibt sie ihren kreativen Prozess eher als spontan. Sie zeichnet zuerst einfach drauflos und arbeitet dann so lange weiter daran, bis es für sie wirklich passt. Oft entsteht dabei vieles Schritt für Schritt während des Machens. Für sie ist Gestaltung immer ein Prozess, der sich entwickelt.
Besonders stolz ist sie darauf, wie echt ihr Design wirkt. Sie habe lange echte Äpfel analysiert und genau beobachtet, wie Farben, Formen und Licht wirken. Auch die Holzoptik sorgte für viele Reaktionen. „Viele dachten tatsächlich, das Holz sei aufgeklebt“, erzählt sie. Dabei wurde alles komplett mit Acryl gemalt.
„Viele glaubten, das Holz sei echt oder aufgeklebt – dabei ist alles gemalt.“
Der Moment der Verkündung sei ziemlich lustig gewesen, erzählt Sophia. Ihre Kollegen hätten nämlich schon von Anfang an gesagt, dass sie gewinnen würde. Sie selbst glaubte allerdings nicht wirklich daran, weil es so viele starke Designs gab. Ihre Kollegen waren sich aber sicher, dass ihr Entwurf besonders herausstach. Als dann tatsächlich ihr Name aufgerufen wurde, hätten alle sofort gerufen: „Wir haben es dir gesagt, Sophia!“
Auch die Tatsache, dass man ihr Produkt nachher kaufen könne sei für sie noch surreal – gleichzeitig aber auch ein Moment, auf den sie unglaublich stolz ist. Da ihre Familie privat selbst einen Bauernhof betreibt, fühle es sich für sie noch besonderer an, wenn Leute später tatsächlich ihr Design kaufen können.
